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Nachbericht 159. Auktion bei Bolland & Marotz vom 12. November 2016

Bolland & Marotz präsentierte in der Herbstauktion am 12. November ca. 1000 ausgewählte Positionen aus den verschiedenen Bereichen Schmuck, Kunst, Antiquitäten und Sammlerobjekten. Darunter fanden sich wie gewohnt einige Highlights. Ein großes Angebot an Gemälden, Zeichnungen, Grafiken und Fotografien zeichnete die Abteilung Worpsweder und norddeutsche Künstler aus.

Weitere Informationen folgen…


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Nachbericht zur Frühjahrsauktion bei Bolland & Marotz am 30. April 2016

Eine gewohnt sehr große Resonanz erlebte die Frühjahrsauktion mit mehr als 1000 Objekten aus den Bereichen Kunst, Antiquitäten, Schmuck, Uhren, Möbel, Silber-, Porzellan- und Sammlerobjekten.

Unter den Highlights sind einmal mehr besonders Arbeiten Worpsweder Künstler zu erwähnen: Das kleine und für Otto Modersohn relativ romantisch anmutende Gemälde „An der Wümme“ von 1917 erzielte bei einem Startpreis von 9.000 € 12.500 € (Lot 1046). Neben einer frühen Ölstudie eines Birkenstamms aus der Zeit um 1894 (Lot 1050), das für 6.500 € zugschlagen wurde, kamen vier Kohlezeichnungen des Künstlers unter den Hammer (Zuschläge 1.200 – 2.000 €). Die wohl um 1905 entstandene Zeichnung eines weiblichen Aktes von Paula Modersohn-Becker erzielte 5.500 € (Lot 1164). Das frühlingshafte Gemälde „Krokuswiese“ von Fritz Overbeck (Lot 1158) wurde für 6.000 € von einem amerikanischen Sammler ersteigert. Das fröhliche Aquarell „Zirkus“ von Franz (Lot 1154) wechselte für 8.500 € den Besitzer. Unter dem besonders reichhaltigen Angebot an Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts ragte u.a. das 150 x 227 cm messende und damit zweitgrößte je auf einer Auktion von Andreas Achenbach angebotene Gemälde heraus. Das eindrucksvolle Werk „Anlandendes Schiff“ war auf 15.000 € taxiert worden und erlöste schließlich 46.000 €. Hier hatte sich ein Telefonbieter gegen Bieter im Saal und im Internet durchsetzen können.

Einen überraschend hohen Zuschlag erzielte das qualitätvolle, unsignierte Gemälde „Kosaken“ eines anonymen Malers des frühen 20. Jh.: Mit 900 € aufgerufen wurde es bis auf 16.000 € gesteigert und einem Sammler aus Bayern zugeschlagen. Mit großer Spannung erwartet wurde der Aufruf des Gemäldes von Sergius Julius von Klever (Lot 1688): Im Vorfeld der Auktion hatte sich bereits ein reges Interesse an dem Gemälde abgezeichnet. Der Hammer fiel schließlich bei 52.000 €, erfolgreich war ein Telefonbieter aus Russland. Internationales Publikum lockten u.a. auch frühe Silberarbeiten: Ein Augsbuger Kiddush-Becher aus dem 17. Jahrhundert (Lot 257) wurde für 1300 € beispielsweise an einen Israelischen Bieter zugeschlagen. Ein auf den ersten Blick unscheinbares Nagetier wurde zum Star unter den angebotenen Skulpturen & Plastiken: „Der Hamster“ von August Gaul (Lot 805), mit  2.000 € angesetzt,  erhielt nach einem dramatischen  Bietgefecht den internationalen Rekordzuschlag von 13.000 €: Es ist das höchste Ergebnis für ein Eisengussplastik des Künstlers, das je bei einer Auktion erzielt wurde. Auf großes Interesse stieß auch die frühe Meissener Figur nach einem Entwurf von Konrad Hentschel (Lot 360): Allein 10 Telefonbieter hatten sich für das „Kind auf Kissen“ registrieren lassen. Die Porzellanfigur erzielte bei einem Aufrufpreis von 400 € schließlich 1400 € und ziert nun eine deutsche Privatsammlung.
Die Abteilung Moderne & zeitgenössische Kunst lockte unter anderem mit Papierarbeiten von Ernst-Ludwig Kirchner (Lot 1870, Zuschlag 3.800 €), Fred Thieler (Zuschläge zwischen 1.900 und 3.200 €) und James Rizzi: Die ungewöhnlich große Arbeit des Amerikaners erzielte einen Zuschlag von 5.500 € (Lot 1855). Das Blatt „Das halbgeöffnete Fenster“ von Marc Chagall wurde für 9.000 € zugeschlagen.

Die nächste Auktion wird im November 2016 stattfinden, Einlieferungen nehmen wir bereits entgegen.


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157. Jubiläumsauktion am 21. November 2015 – 40 Jahre Bolland & Marotz

Die 157. Auktion stand 2015 ganz unter dem Eindruck des 40-jährigen Jubiläums unseres Hauses. Unter den mehr als 900 Objekten aus den Bereichen Schmuck, Kunst und Antiquitäten fanden sich diverse Highlights, um diesen runden Geburtstag gebührend zu feiern: Ein Gang durch die Epochen und Sammelgebiete, die Bolland & Marotz nicht zuletzt auch dank seiner treuen Kunden zu einem fest etablierten, international erfolgreich tätigen Auktionshaus gemacht haben.

Neben der gewohnt großen Auswahl an Arbeiten der Worpsweder Künstlerkolonie befanden sich allein acht Gemälde von Otto Modersohn. Unter diesen ist besonders das eindrucksvolle Porträt zu erwähnen, das Otto Modersohn 1913 von seiner Ehefrau Louise Modersohn-Breling malte und das sich auf der Rückseite des Gemäldes „Moordamm mit Bäuerin“ befindet (Lot 1110, Ergebnis 18.000 €).

Neben Arbeiten von Carl Vinnen, Fritz Overbeck, Fritz Mackensen, Heinrich Vogeler, sei auch auf diverse Gemälde von Udo Peters – darunter das besonders heitere Motiv eines blühenden Frühlingsgartens (Lot 1146, Ergebnis 1.200 €), Lisel Oppel – deren Gemälde „Kinder mit Laternen“ ein sehr atmosphärisches und fröhliches Motiv zeigt (Lot 1133, Ergebnis 15.000 €) – und drei Gemälde von Poppe Folkerts verwiesen. Darunter befinden sich etwa das monumentale „Fischerboot und Segelboot in Brandung“ (Lot 1046, Limit 9.000 €) oder das sonnige Motiv „Das Blaue Boot auf dem Wattenmeer“ (Lot 1045, Limit 4.500 €).

Auch außergewöhnliche Sammlerobjekte waren stets mit dem Namen Bolland & Marotz verbunden, wie nun das seltene Knochenschiff, das für 7.500 € zum Aufruf kommt (Lot 500): Auf der Welt sind nur 300 vergleichbare Stücke dieser außergewöhnlich fein und detailreichen historischen Schiffsmodelle bekannt,  die französische Kriegsgefangene während der Koalitionskriege 1792-1815 aus Tierknochen schufen. Unter den Altmeister-Gemälden befindet sich ein Stück mit besonders prominenter Provenienz: Das Brustbildnis des Cosimo I. de‘ Medici von Francesco Salviati nach Agnolo Bronzino (Lot 1454, Taxe 10.000 €) stammt aus dem Nachlass von Pierre Louis Baron de Bris, d. i. der Schauspieler Pierre Brice (Nachlassversteigerung am 7. & 8. November durch das Auktionshaus Historia, zu dem Bolland & Marotz seit drei Jahren gehört).

Das außergewöhnlich präzise gemalte „Stillleben mit Trauben und Astern“ von Adelheid Dietrich bildet einen Höhepunkt unter den Gemälden des 19. & 20. Jahrhunderts (Lot 1630, Limit 5.000 €). Zu erwähnen sind auch Gemälde von Friedrich Klein-Chevalier, unten denen sich zwei sehr charmante, impressionistische Kleinformate befinden (Lots 1666 – 1667, jew. 800 € Limit).

Die Abteilung moderne und zeitgenössische Kunst bildet einen Schwerpunkt der Jubiläumsauktion:  Neben Gemälden von  Fred Thieler (Lots 1852 – 1858, Limite 1.400 – 15.000 €) und Arbeiten von Herbert Zangs (Lots 1862 – 1882, Limite 450 – 3.500 €) –  darunter eine Gemeinschaftsarbeit mit Joseph Beuys (Lot 1862, Limit 16.000 €) – sei auch auf Werke von Emil Schumacher (Lots 1844 – 1845, Limite 1.800 und 3.500 €),  Norbert Schwontkowski (Lots 1889 – 1892, Limite 200 – 1.000 €) oder des gebürtigen syrischen Künstlers Marwan Kasab-Bachi (Lots 1816 – 1818, Limite 2.200 – 3.000 €) hingewiesen.

Eine große Sammlung Bronzen und Skulpturen, barocke Möbel und Bodenstanduhren, Silberobjekte u.a. mit qualitätvollen russischen Cloisonné- und Champlevé-Arbeiten (Lots 227 & 228, Limite 500 – 1.500 €), Porzellan und Schmuck – darunter eleganter Brillantschmuck sowie Armbanduhren der Marken Jaeger Le Coultre, Cartier, Piaget und Breitling – runden das vielseitige Angebot ab.


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156. Auktion am 08. November 2014 bei Bolland & Marotz in Bremen

Zahlreich kamen Interessierte zur diesjährigen Herbst-Auktion ins Bremer Auktionshaus Bolland & Marotz. Der Saal war durchweg gut gefüllt, die Bieter in Gefechtslaune, das Angebot qualitätvoll und vielfältig – beste Voraussetzungen für einen guten Auktionstag. Viele spannende Bietgefechte zeichneten die 156. Auktion aus. Beispielsweise bei Emil Noldes um 1935 entstandenes stimmungsvolles Aquarell auf Japanpapier „Wolkenhimmel“. Das kleinformatige Werk ist ein typisches Beispiel für Noldes farbenfrohe Malerei und zeigt einmal mehr Noldes Können, den leidenschaftlichen Ernst in seinen Werken lebensbejahend darzustellen (Limit 15.000 €). Beim Bietgefecht zwischen Telefon- und Saalbieter bekam letztlich ein Telefonbieter den Zuschlag bei 60.000 €.

Seit jeher bekannt für sein umfangreiches Sortiment an namhaften Worpsweder Künstlern, bot Bolland & Marotz auch in dieser Auktion eine gute Auswahl dieses Genres. So wurden allein acht Gemälde von Otto Modersohn angeboten und zugeschlagen, wie beispielsweise das stimmungsvolle Ölgemälde „Moorkanal mit Badenden“. Das 1933 entstandene Werk, welches drei im warmen, nachmittäglichen Sonnenlicht spielende und badende Kinder zeigt, stand mit einem Limit von 17.000 € im Angebot und wurde für 19.000 € verkauft. Der „Wiesenblumenstrauss“ konnte für 16.000 € zugeschlagen werden, während die „Bauernkate im Moor“, die Ansicht “Lüneburger Heide – Anhöhe mit Schafstall“ sowie der „Sommermorgen – Wümme Bredenau“ für jeweils 15.000 € verkauft wurden.

bum-156-bkEine im 18. Jahrhundert in Neutra (Österreich-Ungarn) aus Silber und mit Teilvergoldung sowie Steinbesatz gefertigte seltene Abendmahlskanne stand mit 2.000 € im Angebot und wurde für 6.000 € zugeschlagen. Auch in der Abteilung Schmuck und Uhren war die Verkaufsquote sehr hoch und die erzielten Zuschläge angemessen hoch. So wurde ein Ohrpendelpaar des Art Deco, welches mit Naturperlen und Altschliff-Brillanten in herausragender Qualität gefertigt wurde, für 5.200 € verkauft.


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155. Auktion am 12. April 2014 bei Bolland & Marotz in Bremen

Viele Interessierte aus Nah und Fern kamen zur diesjährigen Frühjahrsauktion beim Hanseatischen Auktionshaus Bolland & Marotz. Der Saal war durchweg gut gefüllt, die Bieter in Gefechtslaune, das Angebot qualitätvoll und vielfältig – beste Voraussetzungen für einen erfolgreichen Auktionstag! Zahlreiche spannende Bietgefechte zeichneten die 155. Auktion aus. Das großformatige Gemälde von Karl Wilhelm Diefenbach „Die Steilküste auf Capri im Mondschein“, entstanden 1906, stieß auf großes Interesse vor allem aus Italien. Beim Bietgefecht am Telefon bekam letztlich ein Telefonbieter aus Österreich für 42.000 € den Zuschlag.

Auch für die Moderne gab es viele Liebhaber. Die Auswahl an Werken des ZEN 49-Gründers Fred Thieler – direkt aus dem Nachlass des Künstlers – wurde sehr gut zugeschlagen. Beispielsweise ein Diptychon, eine abstrakte Komposition wurde für 13.000 € verkauft. Die beeindruckende Dynamik, die aus dem Diptychon spricht, resultiert aus Thielers Arbeitsweise mittels Kannen, Eimern und Töpfen die Farbe auf die am Boden liegende Leinwand zu gießen und teils bewusst, teils unbewusst, kompositorisch auf die zufälligen Verläufe zu reagieren. Eine Strich- und Tonätzung von Emil Nolde, die Hamburger Landungsbrücke darstellend und um 1910 entstanden, wurde von 4.000 € auf 9.000 € gesteigert. Auch die beiden Gemälde des in Prag geborgenen Künstlers Adolph Chwala waren umkämpft. Vor allem Bieter aus Tschechien wurden angezogen und sorgten für eifrige Bietgefechte am Telefon.

bum-155-bkDie Darstellungen der „Voralpenlandschaft“, jeweils im prächtigen originalem Wiener Schmuckrahmen, wurden für 6.000 € bzw. für 6.500 € zugeschlagen. Die Gemälde und Grafiken der Abteilung der Bremer und Worpsweder Künstler wurden fast vollständig verkauft. Ein Gemälde von Arwed Balcke, einem zeitgenössischen Maler aus Bremen, brachte bei einer Taxe von 200 € 1.500 €, Paul Lehmann-Brauns „Hallig“ erlöste 5.000 €, Ernst Müller-Scheeßels „Zwei Landfrauen bei der Handarbeit“ wurde von 800 € Limit auf 4.200 € gesteigert. Auch die angebotene Sammlung seltener Münzen weckte bei Numismatikern großes Interesse. So konnte beispielsweise ein 1/2 Bankportugalöser zu 5 Dukaten 1751 von Goedecke, der die Grundsteinlegung für den Wiederaufbau der 1750 zerstörten St. Michaeliskirche zeigt, von 2.500 € auf 6.000 € gesteigert werden. Ein Porzellangemälde von KPM Berlin, 1910 entstanden, mit dem Bildnis der Salomé in farbiger Unterglasurmalerei, fand bei einem Limit von 1.000 € für 5.000 € einen Liebhaber.